Veranstaltung: Konzentration

Unter dem simplen Titel Konzentration hat der Galerist Heiner Hachmeister eine Ausstellung konzipiert, die den Besuchern zwei Auffassungen dieses Begriffes nahelegt.
Unter dem simplen Titel Konzentration hat der Galerist Heiner Hachmeister eine Ausstellung konzipiert, die den Besuchern zwei Auffassungen dieses Begriffes nahelegt, wie Kunstwerke präsentiert werden können. Zum einen die Konzentration auf singuläre Kunstobjekte, indem er im größten Raum der Galerie auf der einen Seite nur ein einziges Werk, einen hölzernen Türsturz der Khmer aus dem 11. Jahrhundert präsentiert. Es ist eines der wenigen Exemplare, die nicht den Naturgewalten oder dem Verfeuern anheim gefallen sind und zeigt eine kleine Gottheit mit symbolischer Schlange und Blattwerk. Wendet sich der Besucher der entgegengesetzten Wand zu, sieht er zwei großformatige Landschaftsbilder des 2014 verstorbenen belgischen Malers Karel Dierickx. Ein schlankes Hochformat läßt darauf schließen, dass Dierickx in dem spanischen Meister Francisco Goya die Geburt der Moderne sieht, während die andere Landschaft auf die informelle Abstrakte zielt. Dem Betrachter bleibt übrigens in diesem Raum keine Möglichkeit, beide Seiten gleichzeitig zu sehen, was ihn quasi anregt, sich auf die Einzelwerke zu konzentrieren. In einem kleineren Raum wiederum hängt nur ein einziges Bild, eine Malerei und Collage auf Papier des berühmten Architekten und Malers Le Corbusier. Die Komposition dieses großen Blattes mit dem Titel Lea von 1962 vereinigt zahlreiche persönliche Symbole des Künstlers wie die Muschel, die geöffnete Tür, der Klapptisch, die Zwille, der Knochen, die Mandoline. Sie weisen sowohl auf seine Biographie und sind zudem Objekte, so der Künstler in seinen Schriften, die eine poetische Reaktion auslösen. Neben dieser Konzentration auf das einzelne Werk präsentiert die Galerie in einem Raum mittlerer Größe die Konzentration von Skulpturen zahlreicher in- und ausländischer Bildhauer. Figurative Bronzen des jüngst verstorbenen Polen Igor Mitoraj, von Gustav Seitz, der kurz nach seiner Präsentation im deutschen Pavillon auf der Biennale Venedig in Hamburg 1969 verstarb, dem Belgier Karel Dierickx, aber auch Ahnenfiguren aus Südkamerun und Nigeria namentlich nicht bekannter Stammeskünstler und nicht zuletzt zeitgenössische Skulpturen von Michael Croissant und Olaf Metzel, beide aus München, sowie Carsten Gliese, Axel Fischer und Peter Telljohann, die vor Jahrzehnten an der Akademie in Münster studierten. Die Ausstellung läuft vom 23. Januar bis zum 24. Februar. Hachmeister Galerie Klosterstr. 12 48143 Münster Öffnungszeiten Di – Fr 14 – 18 Uhr Sa 11 – 14 Uhr und nach Vereinbarung
Veranstaltungsdetails

Datum: Sa. 17.02.2018
Uhrzeit: 11:00 Uhr - 14:00 Uhr
Rubrik: Ausstellungen
Weitere Termine:
Di. 20.02.2018  - 14:00 Uhr - 18:00 Uhr
Ort: Münster
Location:
Galerie Hachmeister
Klosterstraße  12
48143 Münster

Telefon: 0251/51210

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